Weißtenoch?

Das Retro-Blog

Langer Samstag

Weißtenoch? Herrjeh, was war das immer für eine Hektik. Vor allem, als wir samstags keine Schule mehr hatten. Bis dahin war ja Samstag klassisch Werktag, aber dann war auch schon Samstag ausschlafen angesagt – eigentlich.

Dummerweise machte nur die Geschäfte allesamt um spätestens 2 zu. Um 2. Mittags. Also 14 Uhr. Das war nicht nur für Studenten schwer, die es dummerweise nicht ganz gepackt haben, solange wach zu bleiben, bis die Geschäfte öffneten. Als sie aufwachten, war tiefstes Wochenende. Und früher gab es an Tankstellen nicht viel mehr als Kraftstoffe käuflich zu erwerben.

Heute wäre aber eine Ausnahme. Heute wäre „Langer Samstag“.

15 Stück gab es davon im Jahr. Das waren neben den vier Samstagen vor dem Advent der jeweils erste Samstag im Monat (so wie heute).

Da hatten die Geschäfte fast so lange auf wie von Montag – Freitag. Fast. Also bis 18.00 Uhr. (Ansonsten schepperte es 30 Minuten später aus den Lautsprechern „Danke für Ihren Einkauf!“)

Danach gab es auch für eine Zeit den „langen Donnerstag“. Da durften die Geschäfte bis 20 Uhr öffnen. -  Also bis zu einer Zeit, wenn heute die sogenannte „kreative Klasse“ aus ihren Ställen schleicht, ohne sich den Spruch anhören zu müssen: “Sag mal, hast’n halben Tag Urlaub?”

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Allgemein und bisher (4) Kommentare

Pariser

Weißtenoch? Damals? Als es noch kein AIDS gab? Und dich dein Frisör nach dem Haareschneiden beim Bezahlen an der Kasse fragte, ob es denn sonst noch etwas sein dürfe?

Die Alternative waren Apotheken, was aber zu peinlichen Situationen führen konnte, allein der Sprachlosigkeit wegen.

Heute? Ja, heute soll es ja Menschen geben, die nicht mal Probleme haben, das Ding an sich in den Mund zu nehmen. Damals ging uns nicht mal das Wort über die Lippen.

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Mode & Lifestyle und bisher keine Kommentare

Single

Weißtenoch? Als wir damals keine Singles waren, sondern noch Singles hatten?
(Zur Info: Wer keine/n Freund/in hatte, war “solo”.)

Eine Kleinstschallplatte aus Vinyl mit einem Durchmesser von 7″ (Zoll), die auf einem Plattenspieler mit einer Geschwindigkeit von 45 Umdrehungen pro Minute abgespielt werden musste.

Ein Tonträger, der Musik auf beiden Seiten hatte, dafür auf jeder Seite nur ein Stück und das war nur selten länger als vier Minuten.

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Musik & Kunst und bisher keine Kommentare

Walkman

Weißtenoch? Als jeder anfing, mit einem Kopfhörer durch die Gegend zu laufen? Als man das Taschengeld in Kassetten anlegte?

Diese Zeiten sind vorbei. Der Walkman ist tot. Nach 31 Jahren und ungefähr 200 Millionen verkaufter Exemplare stoppte Sony in 2010 mit der Produktion des ersten tragbaren Krachmachers der Menschheitsgeschichte.

Geschrieben von Denise Schneider, abgelegt in Elektronik & Technik und bisher (2) Kommentare

La Boum – Die Fete

Weißtenoch? Als jeder in Sophie Marceau verliebt war und im Radio den ganzen Tag lang ‚Reality’ von Richard Sanderson dudelte?

‚La Boum – Die Fete’ kam 1980 in die Kinos und entwickelte sich zu dem erfolgreichsten Teenagerfilm der letzten 30 Jahre. Der Film erzählt von der Pubertät der 13jährigen Vic und ihrer ersten großen Liebe, Mathieu. ‚La Boum’ ist eine eher zurückhaltende Komödie, ohne Kitsch und sehr realitätsnah. Die Jugend der 80er wollte aber nur aus einem Grund diesen Film sehen – SEX. (Man versprach sich mehr davon als es wirklich zu sehen gab, FSK 12)

Für Sophie Marceau war La Boum (und später La Boum 2) der internationale Durchbruch ihrer Karriere. Und auch der Walkman verdankt diesem Film seinen Höhenflug.

Geschrieben von Denise Schneider, abgelegt in Film & TV und bisher (4) Kommentare

Oh Baby Baby Balla Balla!

Weißtenoch? Es gab da so ein Eis in einer trichterförmigen Plastik-Verpackung, und untendrin war eine bunte Kaugummikugel. Sah also praktisch aus wie ein mit Eis gefüllter Federball. „Balla“ hieß das (oder „Balla Balla“, vormals auch „Kuli“ und Gerüchten zufolge auch „Slop“ und „Bubble“), und man musste immer erst das ganze Eis auslöffeln, bevor man an die knochenharte „Köstlichkeit“ gelangte. Wenn ich mich recht entsinne, war es dann sogar gar nicht mal so einfach die Kaugummikugel da raus zu bekommen…

Geschrieben von Ralf Heinrich, abgelegt in Lebensmittel,Süßwaren und bisher (2) Kommentare

Der Junge, der sein Lachen verkaufte

Weißtenoch? Da war so ein ebenso geheimnisvoller wie stinkreicher Baron (Horst Frank), der dringend ein Lachen brauchte. Und da er gerade keins hatte, kaufte er sich eben eins von einem gewissen Timm Thaler. Dieser Dreizehnjährige hatte der Sage nach nämlich das schönste Lachen weit und breit. Und dafür, dass er von nun an sein Lachen los war, gewinnt er fortan jede Wette, egal wie unsinnig sie auch scheinen mag. Auf Dauer merkt Timm natürlich, dass er ohne sein Lachen nicht nur zum totalen Außenseiter, sondern auch echt unglücklich wird. Er kann sich ja nicht mal darüber freuen, alle Wetten zu gewinnen.

Geschrieben von Ralf Heinrich, abgelegt in Film & TV und bisher keine Kommentare

Flokati

FlokatiWeißtenoch? Als in jedem Haushalt mindestens ein Teppich lag, der wie ein totes Schaf aussah? Die, in den 50er und 60er Jahren so beliebten Schaffelle wurden in den 70er Jahren durch ähnlich aussehende Teppiche abgelöst: Flokatis.

Der originale Flokatiteppich war aus weißer Wolle, langhaarig und stammte aus Griechenland. In den 70er Jahren kamen Modelle aus Kunstfasern und in den typischen Farben und mit Mustern dazu.

Geschrieben von Denise Schneider, abgelegt in Mode & Lifestyle und bisher keine Kommentare

Ein Motorschiff namens Franziska

Weißtenoch? Als 1978 ein gewisses Motorschiff als Familienbetrieb zwischen Basel und Rotterdam den Rhein rauf und runter tuckerte? Da ich am Rhein aufgewachsen bin, und zwar genau da, wo der Rhein flussabwärts am schönsten wird – also in Bingen – habe ich natürlich eine besondere Affinität zu dieser charmanten Serie, die – wie auch Salto Mortale – vom Südwestfunk und dem Schweizer Fernsehen produziert und 1978 in der ARD ausgestrahlt wurde. Nur sage und schreibe acht Folgen gab es, in denen Familie Wilde mit Frachtfahrten gegen die stärker werdende Konkurrenz der Großreedereien ihr Geld zu verdienen suchte. Ein Stück weit charmante Heimatgeschichte.

Geschrieben von Ralf Heinrich, abgelegt in Film & TV und bisher keine Kommentare

Salto Mortale

Weißtenoch? Als wir Mittwochabends spätestens um 21:00 Uhr in den Betten sein mussten? Denn da lief in den Jahren 1969 bis 1972 SALTO MORTALE im Fernsehen.

Diese Serie wurde vom Südwestfunk (SWF, heute Südwestrundfunk SWR) und dem Schweizer Fernsehen produziert. Bekannte Schauspieler wie Gustav Knuth, Hans-Jürgen Bäumler, Horst Janson und Margot Hielscher zogen in 18 Folgen die Zuschauer in ihren Bann.

Geschrieben von Denise Schneider, abgelegt in Film & TV und bisher (2) Kommentare