Weißtenoch?

Das Retro-Blog

Die guten alten Zeiten [Interview + Verlosung]

Daniel RettigWeißtenoch? “Die guten alten Zeiten“? So lautet der Titel eines kürzlich erschienenen Buches von Daniel Rettig mit dem Untertitel “Warum Nostalgie uns glücklich macht”. Klar, dass uns das naturgemäß sehr interessiert. Wir haben mit Daniel über das Buch und unser aller Lieblingsthema gesprochen, und das wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten.

Daniel hat sich darüberhinaus netterweise bereit erklärt, drei signierte Exemplare seines unterhaltsamen und interessanten Werkes zur Verlosung zur Verfügung zu stellen. Diese werden unter allen Kommentatoren unter diesem Beitrag verlost. Teilnahmeschluss ist der 31.03.2014. Der Rechtsweg und ähnlicher Firlefanz ist natürlich ausgeschlossen.

1. Wer bist Du und was machst Du, wenn Du nicht gerade Bücher schreibst?

Ich bin Daniel, 32, komme aus Köln und arbeite in Düsseldorf. Ja, das geht – sogar problemlos. Wenn ich keine Bücher schreibe, arbeite ich hauptberuflich als Redakteur bei der WirtschaftsWoche. In meiner Freizeit betreibe ich mein Blog Alltagsforschung.de.

Geschrieben von Ralf Heinrich, abgelegt in Allgemein,Mode & Lifestyle und bisher (14) Kommentare

Früher war alles besser

Wie früher (Bild: Günter Rehfeld / pixelio.de)Gastkommentar von Marco Müller.

Weißtenoch? Damals fuhren wir in so alten Gurken wie VW Käfer, Ford Capri oder Opel Taunus herum. Airbags gab es noch nicht, und man benutzte Gurte bestenfalls, wenn es sie gab. Ebenso interessierte sich damals noch niemand für Katalysatoren oder Feinstäube oder Abgasprüfungen.

Man könnte hinzufügen, dass dies wohl deshalb niemand nachfragte, weil bereits all die Nachfragenden an, auf oder unter den Autos gestorben waren? Doch man könnte sich ebenso wundern, was heutzutage all die Aufregung soll. Oder ist es viel zu vielen entgangen, dass das Leben sowieso endlich und tödlich ist?

Geschrieben von Gastautor, abgelegt in Mode & Lifestyle und bisher keine Kommentare

Die deutsche Kneipenkultur

Raucherkneipe damals (Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-D0109-0008-001 / CC-BY-SA) Gastbeitrag von Marco Müller.

Weißtenoch? Damals gab es noch richtige Kneipen! Gingen wir da hinein, glaubten wir bisweilen, wir seien im Londoner Nebel gelandet. Denn so verraucht waren diese Läden. Doch niemand beschwerte sich – auch die Nichtraucher kaum – oder sah uns scheel aus den Augenwinkeln an, wenn wir uns Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen anzündeten. Wer das nicht ertrug, der ging erst gar nicht in die Kneipe!

Geschrieben von Gastautor, abgelegt in Mode & Lifestyle und bisher (3) Kommentare

Pimp my Deutsch

Foto: Marianne J. / pixelio.deGastbeitrag von Marco Müller.

Weißtenoch? Damals sprachen wir Deutsch, nämlich frei von Rechtschreibreform und stets so, wie uns der Schnabel gewachsen war. Da gab es beispielsweise noch keine “Tickets”. Die hießen nämlich Eintrittskarte, Qualifikationsnachweis, Fahrschein oder Knöllchen. Doch irgendwann änderte sich das. Seitdem greifen wir auf so viele englische Ausdrücke zurück, obwohl die deutschen es wesentlich besser beschreiben. Wenn jemand uns etwa mitteilte, er habe gestern zwei Tickets erhalten, woher sollten wir wissen, was er damit meint, und müssten wir ihm eher kondolieren statt gratulieren?

Geschrieben von Gastautor, abgelegt in Allgemein,Mode & Lifestyle und bisher (2) Kommentare

Einmal Currywurst mit Schaschliksoße, bitte!

CurrywurstGastbeitrag von Marco Müller.

Weißtenoch? Früher gab es noch richtige Currywürste – und zwar die in Pappschälchen mit dunkelbrauner Schaschliksoße, worin man das beigelegte Brötchen tunken konnte! Doch wo ist sie abgeblieben: die echte, die pikante und die oberleckere Schaschliksoße? Statt dessen bekommen wir schon jahrelang lieblos Ketchup und, je nach Schärfegrad, irgendein Gewürzpulver auf die Currywurst geklatscht.

Geschrieben von Gastautor, abgelegt in Lebensmittel und bisher ein Kommentar

Kämpfe der Kindheit … Teil 6: der Weltraum

Weißtenoch? Als “Science Fiction” noch ein Genre beschrieb, in dem es möglich war,  individuell von Person zu Person über tausende von Kilometern via Bild und Ton zu kommunizieren, dass man mit dem Computer sprechen konnte, der einem dann auch antwortete.

Das war auch die Zeit, in der Fernsehen noch nicht “TieWie” oder “TehVau” hieß, sondern eben “Fernsehen” und das durchaus wortwörtlich zu verstehen war. Beides traf sich dann in einer Serie, die das aufgriff und von “ferne Galaxien” handelte, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Und während die Föderation immer weiter vor allem im Wohnzimmer immer tiefer in den Weltraum eindrang, drang das Imperium in die Kinos – und uns Adoleszenten zu einer klaren Haltung.

“Krieg der Sterne” oder “Raumschiff Enterprise”?

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Allgemein,Elektronik & Technik,Film & TV und bisher ein Kommentar

Kämpfe der Kindheit … Teil 5: die Jeans

Weißtenoch? Als es Hosen nur noch im Sprachgebrauch der Großeltern gab? Niemand trug mehr “Hosen”. Es gab “Hot Pants”, “Shorts”, aber vor allem gab es “Jeans”, genauer gesagt: “Blue Jeans”.

Ja, es gab damals schon Handelsmarken, aber die wollte man nicht tragen. Es mussten schon Original-Blue-Jeans sein. Und auch hier war die Frage so simpel wie die Antwort folgenschwer:

Levi’s oder Wrangler?

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Allgemein,Mode & Lifestyle und bisher (3) Kommentare

Der echte Scout

Weißtenoch? 1975 wurde der Markt der Schultaschen revolutioniert: der erste Scout-Ranzen kam auf den Markt. Es war ein klobiger Kasten in Komplementärfarben. Sauhässlich und supersperrig, aber jeder musste ihn haben!

Daran hat sich bis heute wenig geändert. Eigentlich ist es nur eine Frage des Dessins. Und ein paar Außenseiter schmücken sich mit McNeill-Imitaten oder ähnlichem. Die Dessins sind – egal ob Scout, McNeill oder andere – praktisch durch die Bank furchtbar. Es sind nur jedes Jahr neue, aber nicht weniger hässlich. Da wünscht man sich fast die alten zweifarbigen Modelle zurück. Die hatten anfangs alle die signal-organgefarbene Außentasche und wechselten nur mit der Grundfarbe.

Geschrieben von Ralf Heinrich, abgelegt in Mode & Lifestyle und bisher ein Kommentar

Kämpfe der Kindheit … Teil 4: die Frauen

Weißtenoch? Ja, dich meine ich, Junge. Als es damit begann, dass wir nicht mehr das ganze Kicker-Sonderheft Bundesliga auswendig kannten, alle Vereine, alle Spieler, als wir aufhörten beim Bolzen zu sagen: „Ich bin der …!“, „Ich bin der …!“

Plötzlich gab es anderes, Wichtigeres. Und selbst wenn damals schon die Mädchen auf ihre Art alle ganz unterschiedlich waren, ließ sich zumindest der Geschmack auf eine klassisch dialektische A-oder-B-Frage reduzieren:

Anni-Frid oder Agnetha?

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Film & TV,Mode & Lifestyle,Musik & Kunst und bisher ein Kommentar

Kämpfe der Kindheit … Teil 3: die Musik

Weißtenoch? Als wir es waren, die uns haben von den „Jugendmedien“ ver.rschen lassen? Das machte natürlich auch nicht vor der Musik Halt. Selbstverständlich gab es da jene, die alles jenseits des Mainstreams mochten. (Ich kenne nicht wenige, die aufhörten Pink Floyd zu hören, weil ihnen „The Wall“ schlicht „zu kommerziell“ war.)

Aber das war für uns Konsumkinder in der Sexta eh eine andere Welt. Für Can, Iron Butterfly, Led Zeppelin etc. wurden wir viel zu regelmäßig zum Haareschneiden geschickt. Unsere Welt war klein und überschaubar und wurde dominiert von der Frage:

Bay City Rollers oder Sweet?

Geschrieben von Heiko Walkenhorst, abgelegt in Mode & Lifestyle,Musik & Kunst und bisher (5) Kommentare